Reisebericht Tag 6
Am Dienstag ging´s dann Richtung Hermeskeil - Tannenhof - zurück. In Losheim war Markt und wir mussten Umwege fahren. Mittlerweile fing es an zu regnen. Aus Schauern wurde Dauerregen und wir deckten uns auf dem Kutschbock mit Regenponchos zu. Den Pferden schien es wenig auszumachen. Aber wir mussten Rücksicht auf Amigos verletzten Fuß nehmen und kamen nicht so schnell voran wie auf dem Hinweg. Der Wallach war nämlich in Wehingen mit dem rechten Vorderfuß in der Stromlitze hängen geblieben und hat sich die Fesselbeuge aufgerissen. Zum Glück war die Sehne unversehrt geblieben!
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Die Streuobstwiese, wo wir auf dem Hinweg rasteten, war bei Regen eher ungünstig, also fuhren wir weiter. Nach drei Stunden im Geschirr brauchten die Pferde unbedingt eine Pause und wir hatten auch Hunger. Tobi meinte, wir bräuchten etwas, wo wir mit dem ganzen Gespann drunter fahren könnten, um vor dem Regen geschützt zu sein.
Gerade hatte er es ausgesprochen, da bogen wir um eine Ecke und zwei riesengroße Buchen bildeten ein Naturdach und genug Platz um Pferd und Wagen zum Unterstellen und Wenden. Also hielten wir an. Die Pferde waren dankbar für die Pause, standen still, ließen die Köpfe entspannt hängen und dösten vor sich hin. Tobi saß auf seinem Dreibeinhocker daneben und ich nutzte die alte Grillhütte, deren defektes Dach gerade genug Schutz bot, um mit dem Gaskocher eine warme Mahlzeit und einen Kaffee zu bereiten.
Während wir dort rasteten, fing es richtig an zu schütten. So hatten wir eine Stunde Pause bis es nachließ.
Die Pferde bekamen, mangels Wiese, eine Extra Ration Hafer sowie Wasser aus unserem Vorrat. Neben dem Weg, den wir gekommen waren, befand sich eine kleine Kapelle, deren Ruhe zu Gebet einlud. Es war eine stille andächtige Atmosphäre darin.
Innerlich und körperlich gestärkt ging unsere Fahrt dann weiter Schließlich kamen wir ziemlich nass auf dem Tannenhof an. Zum Glück hatte der Bauer uns einen Platz in seiner Scheune freigelassen, damit die Kutsche übernacht wieder trocknen konnte, auch die Pferde wurden warm und trocken in Boxen untergebracht. Stroh und Heu bekamen sie reichlich.
Pferde Abenteuer Hunsrück