Die Abenteuer eines kleinen roten Teekessels (3)
Hier bin ich wieder, euer kleiner Teekessel! Ich muss euch doch noch erzählen, wie es mit dem Holzhaufen weiterging. Also…Am späten Abend kamen die Eltern nach hause, und die Kinder berichteten aufgeregt von dem unheimlichen
Krach im Kaminzimmer und was da geschehen war. Die Mutter fragte, ob auch keiner ein Holzscheit aus der Mitte herausgezogen hätte. Da wurde der Sohn sehr ärgerlich, weil ihm solches zugetraut wurde. Die Mutter hatte es in Wirklichkeit nur scherzhaft gemeint, aber der Sohn war trotzdem sauer. Sie entschuldigte sich daraufhin.
Nun, am nächsten Morgen wollte sie dann den Ofen anheizen, aber da lag ja das ganze Holz im Weg. Sie stieg vorsichtig auf den Haufen und machte erstmal die Ofentür frei, konnte aber die Streichhölzer nicht finden. Statt den warmen Ofen zu genießen, hieß es nun sich warm arbeiten. Nachdem der halbe Stapel wieder geschichtet war, kamen die Streichhözer zum Vorschein. Auch sie waren verschüttet gewesen. Eine ganze Nacht hatten sie unter vielen Holzscheiten zugebracht ohne sie in Brand setzen zu können. Nun war es wenigstens einem von ihnen vergönnt, Genugtuung zu üben und das Holz im Ofen anzustecken!! Bei knisterndem Feuer und wohliger Wärme wurde der Stapel, übrigens mit verbesserter Technik, wieder komplettiert.
Ich selbst wurde genauestens untersucht, ob ich etwa beschädigt wäre, dann wurde mein Wasser nachgefüllt und ich durfte auf meinen Platz am Ofenrohr zurück. Mir gegenüber stand und steht immernoch ein aus Metall gefertigter Hirsch, der einen Pferdeschlitten zieht (oder nennt man das dann Hirsch-Schlitten?). Mit dem muss ich mich unbedingt mal unterhalten, welche Abenteuer er schon erlebt hat….
Pferde Abenteuer Hunsrück